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Wasserkunde

Natürliches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser ist ein Lebensmittel und hat seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen. Es ist von ursprünglicher Reinheit.

Ursprünglich rein bedeutet, daß alle im Mineralwasser enthaltenen Stoffe natürlichen Ursprungs sein müssen; sie dürfen nicht von außen oder als Folge von Umweltbelastungen hineingelangt sein.

Außerdem muss ein natürliches Mineralwasser bestimmte ernährungsphysiologische Wirkungen aufgrund seines natürlichen Gehalts an Mineralstoffen, Spurenelementen oder sonstigen Bestandteilen aufweisen.

Bevor die sogenannte „amtliche Anerkennung“ für ein natürliches Mineralwasser erteilt wird, müssen seine ursprüngliche Reinheit und seine ernährungsphysiologischen Wirkungen in einem umfangreichen und kostenintensiven Untersuchungsverfahren unter Beweis gestellt werden.

Natürliches Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel in Deutschland, das eine amtliche Anerkennung benötigt, bevor es in den Verkehr gebracht wird.

Natürliches Mineralwasser muß am Quellort in das für den Verbraucher bestimmte Behältnis (meist Flasche) abgefüllt werden, damit es in seiner ursprünglichen Reinheit und unverfälscht zum Verbraucher kommt.

Natürliches Mineralwasser darf nur wenigen Behandlungsverfahren unterworfen werden; Eisen- und Schwefelverbindungen dürfen abgetrennt werden, Kohlensäure (CO²) darf entzogen oder zugesetzt werden.

Laut „Mineral- und Tafelwasser-Verordnung“ (MTVO) muß u.a. das Etikett einen Hinweis auf die Analyse tragen. Das kann geschehen entweder durch den Aufdruck „Zusammensetzung entsprechend den Ergebnissen der amtlich anerkannten Analyse vom ......“, durch einen Analysenauszug oder die vollständige Analyse.

Ein „älteres“ Analysedatum bedeutet keinesfalls, daß die Analyse veraltet wäre: Da ein natürliches Mineralwasser in seiner Zusammensetzung - im Rahmen gewisser natürlicher Schwankungen - konstant bleiben muß, stimmt die aktuelle Zusammensetzung mit den Ergebnissen der älteren Analyse überein. Laufende Kontrollen bestätigen dies.

Zunehmendes Gesundheitsbewußtsein hat dem Mineralwasser einen ständig steigenden Verbrauch beschert. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Mineral- und Heilwasser im Bundesgebiet ist allein in den letzten 5 Jahren von 93,4 Litern im Jahr 1998 auf 129,1 Liter in 2003 gestiegen, dies entspricht einem Zuwachs von 38,1%.

Heil-, Quell-, Tafel- und Leitungswasser

Neben dem natürlichen Mineralwasser gibt es noch andere Wasserkategorien, wie das Heilwasser, dem neben den Eigenschaften des natürlichen Mineralwassers auch eine therapeutische Wirkung nachgewiesen werden muss.

Quellwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen Wasservorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. Es muss jedoch keine ursprüngliche Reinheit aufweisen, eine amtliche Anerkennung ist nicht notwendig. Jedoch werden bei den mikrobiologischen Anforderungen die gleichen Maßstäbe angelegt wie beim Mineralwasser.

Tafelwasser ist in der Regel kein Naturprodukt. Es wird aus verschiedenen Wasserarten (z.B. Trink- und Meerwasser) sowie anderen Zutaten hergestellt. Es bedarf keiner amtlichen Anerkennung.

Für Trink- oder Leitungswasser wird dem Wasserkreislauf sog. Rohwasser entnommen. Es entstammt zu etwa zwei Dritteln aus Grundwasser und zu einem Drittel aus Oberflächenwasser. Oft muss es aufbereitet werden, bevor es für den Verzehr geeignet ist. Bei der Aufbereitung von Leitungswasser zu Trinkwasser sind eine ganze Reihe chemischer Zusatzstoffe erlaubt. Je nach Alter und Art der Hausinstallationen kann Leitungswasser mit Spuren von Blei, Kupfer oder anderen Kontaminationen belastet sein.

Kleine Mineralogie

Mehr als 2,5kg Mineralstoffe und Spurenelemente speichert der menschliche Körper. Diese erfüllen wichtige Aufgaben im täglichen Leben:

Natrium (Tagesbedarf 2-3g): Erhält die Gewebespannung und reguliert den Wasserhaushalt des Körpers.

Chlorid (Tagesbedarf 1,7-5,1g): Sorgt mit Natrium für die Wasserbilanz und ist als Bestandteil der Magensäure wichtig für die Verdauung.

Kalium (Tagesbedarf 3-4g): Reguliert den Wasserhaushalt. Aktivator für verschiedene Enzyme. Regelt die Funktions-fähigkeit der Muskeln und Nerven.

Calcium (Tagesbedarf 0,8g): Wichtig für den Aufbau der Knochen und Zähne. Ist an der Blutbildung beteiligt.

Magnesium (Tagesbedarf 0,3-0,35g): Aktiviert Enzyme für die Energiegewinnung und steuert den Stoffwechsel.

Fluorid (Tagesbedarf 3-4g): Wichtig für die Knochen- und Zahnbildung.

Sulfat: Für den Stoffwechsel sehr wichtig. Regt die Verdauung an und hilft bei der Entgiftung des Körpers.

Hydrogencarbonat: Neutralisiert Säuren im Magen und fördert die Magen-Darmtätigkeit.

Kieselsäure (Tagesbedarf 10-25mg): Wichtig für die Knochen-, Knorpel- und Bindegewebsbildung. Beugt Alterungsprozessen der Gelenke, Arterien und Bindegewebe vor.